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Diary November 2007

Diary-Übersicht | 2007: Oktober


27.11.07

Unser Meister in der Presse

Artikel vom Dienstag, 27.11.2007 aus SÜDWEST AKTIV

>>> SÜDWEST PRESSE - Ausgabe Laichingen <<<

UNTERHALTUNG / Eckhart Taglinger aus Lonsee kann von seiner Kunst leben
Für Fakire gibt es keine Berufsschulen

Nach längerem "Selbststudium" 1989 den Schritt gewagt - Kurse auch für
Kinder

Fakire haben etwas Geheimnisvolles, ja Unheimliches an sich, wenn sie sich
Gliedmaßen mit spitzen Gegenständen durchstoßen und Glühbirnen verspeisen.
Und Fakire vermutet man irgendwo in Indien. Eckhart Taglinger lebt aber in
Lonsee. Und er lebt von seiner Kunst.

LONSEE – Fragt man einen Zauberkünstler oder Illusionisten nach seinen Tricks, wird
er auf einmal verschlossen wie eine Auster. Fragt man Eckhart Taglinger
aus Lonsee nach seinen Tricks, wird man auch keine Antwort bekommen.
Taglinger nennt sich "Meister Eckhart" und "Fakir Jadoo" und ist, wie der
zweite Künstlername schon sagt, von Beruf Fakir. Was an sich schon
erstaunlich genug ist. Aber er scheint auch ein gefragter Bühnenkünstler
zu sein. Davon zeugt die lange Liste der Veranstaltungen, für die er
gebucht wurde. Und das ermöglicht es ihm, von seiner ungewöhnlichen Kunst
zu leben.

Schritt gewagt
Sein Vater, Physiklehrer von Beruf, sei ein wesentlicher Antrieb gewesen,
1989 den Schritt vom Sozialarbeiter zum Bühnenkünstler zu wagen. Taglinger
begann mit Jonglieren, beschäftigte sich aber damals schon mit den
Geheimnissen eines Fakirs. Von seinem Vater habe er die wissenschaftlichen
Grundlagen vermittelt bekommen, die er als Voraussetzung für seinen Beruf
nennt. Der Rest sei eine Mischung aus Technik und Konzentration. In
längerem Selbststudium hat er sich Wissen angeeignet. "Es gibt ja keine
Berufsschule für Fakire." Gespräche mit erfahrenen Kollegen verliefen eher
enttäuschend. Denn auch die waren verschlossen wie Austern, wenn sie etwas
von ihren Tricks erzählen sollten. Er unterhielt sich mit Ärzten über die
gesundheitlichen Risiken. In der Hauptsache aber blieben Bücher - und ein
gesundes Selbstvertrauen, um den "intensiven Schritt von der Theorie in
die Praxis zu tun". Etwa, wenn er scheinbar genüsslich eine Glühbirne
verspeist, eine Nummer, die in Deutschland seinen Worten zufolge nur zwei
Künstler beherrschen und die ein "indischer Klassiker" ist. Es ist auch
nicht jedermanns Sache, sich spitze Gegenstände in diverse Körperteile zu
stoßen. Und selbst in der kalten Jahreszeit kommen auch nur wenige auf den
Gedanken, ihren Körper mit Feuer zu traktieren. Aber auch Taglinger ist
nicht "unverwundbar", wie er zugibt: "Kleine Brandblasen sind nicht
ungewöhnliches", sagt er und grinst.

Taglinger bekommt seine Engagements hauptsächlich durch
Mund-zu-Mund-Propaganda. Ruft ein Interessent hat, hat dieser oft von
einem Kollegen gehört, das der Lonseer ein unterhaltsames Element bei
großen Betriebsfeiern und anderen geselligen Anlässen ist. Er war im
Schicki-Micki-Club P 1 in München, beim BMW-Open und beim Circus Roncalli.
Natürlich ist er auf Jahrmärkten vertreten, bei denen er dann auch als
Zauberkünstler oder Wahrsager mit einer Kugel auftritt. Gelegentlich lässt
er seine Show als Fakir auch durch Bauchtänzerinnen aufpeppen. Und er wird
von Universitäten oder für Kurse engagiert. So unterrichtete er schon an
der Universität Eichstätt Zirkuspädagogik. Er gibt Workshops, an deren
Ende die Kinder auf zwischen auseinander stehenden Stühlen stocksteif
liegen oder sie können wie "Meister Eckhart" über Scherben laufen. Diese
Tricks sind nicht zur Nachahmung empfohlen. Wenn er einen Kinderzirkus
anbietet, kann dieser auch schon mal über eine Woche gehen.

"Mit Leib und Seele"
"Ich bin mit Leib und Seele Fakir", sagt der 36-Jährige, der in Lonsee im
Wohngebiet "Nohl" mit Frau und zwei Kindern wohnt. Geboren in Augsburg
verschlug es ihn nach dem Studium und nach mehreren Stationen, in denen er
noch als Sozialarbeiter tätig war, hierher. Nach Lonsee kam er, weil hier
die Miete erschwinglich ist. Da seine Shows meist am Wochenende
stattfinden, kann Eckhart Taglinger unter der Woche viel Zeit mit seiner
Familie verbringen.

"Ein Fakir muss ein großartiger Schauspieler sein, denn hier passiert real
etwas im Gegensatz zum Zauberer", erklärt Taglinger. Sein neuestes Projekt
läuft seit einem Jahr. Dabei tritt er zusammen mit der Band "Zarate" auf
und erzählt in Musik und Bildern die Geschichte von Südamerikanern, die es
ins kalte Deutschland verschlagen hat. "Panoptico acustico curioso" nennt
sich das Programm, bei dem Taglinger, wenn denn die Band im Vordergrund
steht, als "Kleinpercussionist" die Gruppe unterstützt, wie er das
scherzhaft bezeichnet. Eine Frage wird ihm aus dem Publikum immer wieder
gestellt: "Kann man davon leben?" Der 36-Jährige grinst: "Das Gehalt eines
Sozialarbeiters habe ich - zumindest gefühlt."

PETER SCHUMANN
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Zusaetzliche Informationen zum Artikel:

- Das Bild zum Artikel kann im Internet betrachtet werden.
- Quelle: SÜDWEST PRESSE - Ausgabe Laichingen


15.11.07

El Liebeskonzil

Señoras, Señores, ein Veranstaltungshinweis der Regie selbst:

"Buenas dias, hiermit sei auf meine Theaterproduktion "Das Liebeskonzil", frei nach Oskar Panizza, hingewiesen. Nähere Informationen können unter www.liebeskonzil.de eingeholt werden. Würde mich freuen, wenn im Rahmen Ihrer/Deiner Möglichkeiten darauf hingewiesen werden könnte.
Gracias por todo!
Hans Schröck"

Dem ist nichts hinzuzufügen. Weitersagen, hingehen.

Aufführungen 21.11.-25.11.07, Theater an der Mälzerei, Regensburg.


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